Ich bin als 3. Kind im Januar 1975 in Düsseldorf geboren. Meine Familie ist allerdings bereits 1984 ins Allgäu gezogen. Unser großer Garten & die grünen Flecken vom rheinischen Vorort und die Wiesen & Fichtenforste des Alpenvorlands waren meine liebsten Spiel-und Aufenthaltsorte.
Als ich dann nach dem Abitur endlich selber entscheiden konnte was ich lernen durfte, wendete ich mich mit großer Freude und Wissbegierigkeit der Pflanzenwelt zu: wer heilt was, wie schmeckt jenes und welche Geschichten hatten Floras Kinder zu erzählen. Meine Begeisterung für Geschichten insbesondere des keltischen Ursprungs war schon sehr früh erwacht. So schien es mir seit der Mittelstufe logisch Ethnologie, Volkskunde und Religionswissenschaften zu studieren – die Wurzeln der Menschheitsfamilie eingebunden in die Natur die sie umgibt.
Ich wählte Tübingen aus, doch leider gestaltete dieser extrem kleine Lehrstuhl das Studium nicht nach meinen Vorstellungen. Statt die Uni zu wechseln, wechselte ich das Fach und wurde Sozialpädagogin, Streetworkerin in München, Waldkindergärtnerin in Erlangen und Bad Grönenbach. Die Religionswissenschaft und Volkskunde blieben mir aber neben der Pflanzenwelt ein leidenschaftliches Hobby.
Mit dem „Blick über den heimatlichen Tellerrand“ wuchs in mir auch der Wunsch der Selbstversorgung, ein möglichst unabhängiges direktes Leben. Es dauerte viele Jahre bis mein Gefährte und ich einen passenden Hof fanden. Er lag im Allgäu, wir sanierten ihn selber von Grund auf und versorgten uns mit Gemüse, Obst und Fleisch ganzjährig. Das wenige Fleisch das gebraucht wurde kam von unserer kleinen Ziegenherde. Nach 10 Jahren zog es uns aber weiter. Mit einem kleinen Zwischenstopp von 2,5 Jahren in zwei Bauwägen südöstlichen von Kassel landeten wir in der Bretagne. Dort leben wir nun seit 2022, haben wieder einen Selbstversorgergarten und schauen unserer Streuobstwiese beim wachsen zu.
Dieses Land umgeben vom Meer wo Fels und Wald Geschwister sind und noch die alten Geschichten erzählen ist unser neues Zuhause geworden. Von hier fahre ich 2X im Jahr – im Frühling und im Herbst- für Seminare nach Deutschland und gebe mein Wissen, meine Erfahrungen, Floras Mythen & Geschichten weiter und wie ich hoffe, vor allem meine Begeisterung und Liebe zu den „Grünen Gesellen“. Denn ich bin der Überzeugung, daß aus der Freundschaft zu Flora eine tiefgreifende Veränderung in der menschlichen Selbstwahrnehmung erwachsen kann – weg von der ewig konsumierenden Hybris zurück zur Eingebundenheit, dem Bewußtsein Teil der Schöpfung zu sein – Teil eines größeren Ganzen.
In meinen Seminaren, die ich seit 2007 im Rahmen der Wald & Wiesenwonne gebe, bei der Naturschule Deutschland (seit 2009), bei der Tagung der Bayrischen Waldkindergärten (seit 2016) und im allgäuer Kräutergarten Artemisia (seit 2013) gebe ich erlerntes und erfahrenes Wissen weiter. Wissen habe ich aus vielen Büchern gesammelt, während meiner Phytotherapieausbildung (2000), der Heilpraktikerausbildung (2002/2003 – ohne bestandene prüfung) und vielen Seminaren bei Natura Naturans – Schule für abendländische Medizin (2000-2011). Gelernt habe ich durch Ausprobieren, Neugier und meiner Verbundenheit zur Pflanzenwelt.

